Ein Tag im Mittelalter -

eine Zeitreise

Wie machte man früher Feuer?! Wie wurde im Mittelalter gekocht?! Wie haben sich die Männer auf den Kampf vorbereitet?! All‘ diese und noch viele Fragen mehr wurden den Kindern, die sich im Rahmen des Ferienprogramms der Gemeinde Schwanstetten für eine ganz besondere Zeitreise angemeldet haben, beantwortet.

Treffpunkt für den Start in vergangene Zeiten war der Netto-Parkplatz. Nach einem kleinen Fußmarsch erreichten die Kinder das Lager der Nürnberger Bären, wo sie vom Jarl empfangen wurden. Ein Jarl ist das Oberhaupt einer Gemeinschaft. Seine Funktion ist vergleichbar mit der eines Grafen. Das Wort Jarl tauchte erstmalig im 5. Jahrhundert in Runen-Innenschriften, die alte Schrift der Germanen und Wikinger, auf. Jarl Ralf Klausson stoppte beim Empfang die Gruppe der einfallenden, kindlichen Heerschar, um nach deren Begehren zu fragen, schließlich hätte es auch ein Horde Barbaren sein können, die die lagernde Gruppe überfallen wollte. Seine Mannen, die sich durch Training auf solche Situationen vorbereiteten, unterbrachen ihre Übungen und folgten ihrem Jarl auf dem Fuße. Die Gemeinschaft, welche mit Aufgaben des Alltags beschäftigt war, versetzte sich in Alarmbereitschaft. Die Kinder antworteten dem Jarl, wenn auch etwas zögerlich, dass sie doch einen Tag im Mittelalter verbringen wollten und sie seien nicht mit leeren Händen gekommen. Sie überreichten Jarl Ralf Klausson als Gastgeschenk ein Bund Leder. Die Bären waren erleichtert, dass es sich hier um wohlgesonnene Gäste handelte und hießen die Kinder herzlichst Willkommen in ihrem Lager. Die Nürnberger Bären sind alteingesessene Mittelalter-Profis, die sich vornehmlich im Spektrum der Wikinger bewegen. Allerdings sind unter ihnen auch ein Ritter, ein Herold, sowie eine Keltin. Sie feierten ihr Gruppen-Debüt im Jahre 2014 auf dem Mittelaltermarkt in Schwanstetten und stellten eigens für das Ferienprogramm am Wochenende ihr Lager auf.

Nach der Begrüßung erkundeten die Kinder die Lagerstätte. An mehreren Stationen stießen sie auf alltägliche, mittelalterliche Situationen. So konnten sie unter anderem erfahren, wie ein Bohrer im Mittelalter funktionierte und durften ihn auch selbst ausprobieren. Auch die Waffen waren interessant für die jungen Teilnehmer und so wurden ihnen in einer Waffenschau die unterschiedlichen Waffenarten erläutert. Die Mutigsten unter ihnen durften selbst zu einem Schwert greifen und gegen einen echten Nordmann antreten, der verschiedene Kampftechniken mit ihnen durchging. Es konnte sich zusätzlich in Axt-Werfen und Bogenschießen geübt werden. Ein etwas weniger handfestes Thema war die Zubereitung der Speisen, es wurde geschnippelt und gekocht. Das alles selbstredend über offenem Feuer, ganz ohne Strom und Herd. Manch einer erkannte, dass Feuer machen gar nicht so leicht war, schließlich konnte man nicht einfach zu einem Streichholz oder Feuerzeug greifen. Auch Stockbrot stand auf dem Speiseplan und die Kinder suchten sich ihre Stecken, die sie für das Essen vorbereiten mussten, selbst. Weiterhin erfuhren die Kinder, wie der Handel funktionierte, denn auch das Einkaufen war nicht ohne weiteres möglich, Supermärkte gab es früher nicht. Neben interessanten Gesprächen, mittelalterlichen Spielen wie Wikingerschach, korrekt heißt es Kupp, konnten auch Lederbeutel angefertigt werden, Brettchen gewebt und Freundschaftsbänder erstellt werden. Alles in allem war der Tag für alle ein großer Spaß.

Das eMPORIUM bedankt sich bei Fritz Schrödl, der seine Wieser für diese Veranstaltung zur Verfügung gestellt hat, bei der Engelstube in Schwanstetten, die von der Familie Kutschke liebevoll betrieben wird, für die Souvenirs, welche unsere Teilnehmer als Andenken behalten durften, den Nürnberger Bären, die einen großartigen Job gemacht haben und selbstverständlich bei unseren Teilnehmern, die diese unglaubliche Zeitreise angetreten sind.

eMPORIUM Schwanstetten



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