Eine Reise in längst vergangene Zeiten

Der 3. Mittelaltermarkt in Schwanstetten - von Mike Müller | Bilder: Michael Geller

Für ein ganzes Wochenende schlugen dutzende Menschen aus ganz Bayern, welche eine besondere Leidenschaft zu ihrem geschichtsträchtigen Hobby entwickelten, ihre historischen Zelte auf und belagerten anlässlich des dritten Mittelaltermarktes den Rathausplatz im Herzen Schwanstettens. Unter ihnen befanden sich außerdem Handwerker, Gaukler, Kauf- und Spielleut‘.

Gefolgt sind die Lagergruppen dem Ruf von Frank Fröhlich und Mike Müller, beide Begründer und Initiatoren des Mittelaltermarktes. 2014 organisierten Fröhlich und Müller den ersten Markt zu Gunsten der offenen Jugendarbeit, zusammen mit dem Verein „Unser Schwanstetten“, und feierten erste Erfolge. Mittlerweile legten sie die Grundsteine für eMPORIUM Schwanstetten e.V., mit derzeit 12 Mitgliedern. Der Verein positioniert sich hauptsächlich im Bereich der offenen Jugendarbeit und unterstützt den gemeindlichen Jugendtreff Schwanstettens „Cosmic Gate“.

Über das gesamte Wochenende hinweg wurde den Besuchern ein reichhaltiges Unterhaltungsprogramm geboten. Bereits am Freitagabend präsentierten sich alle 12 Lagergruppen den Gästen im Rahmen eines Umzugs. Schnell wurde klar, wie vielfältig die einzelnen Lagerwelten der Gruppen waren. Neben Wikingern und Christen lagerten auch Sarazenen, welche die mittelalterlichen arabischen Lebenswelten darstellten. Für weiteren orientalischen Flair sorgten die Tänzerinnen der Gruppe Filiae Veneris, begleitet von der Musikgruppe des Oppidum Marcerelbach „Maulfaul“. Das musikalische Highlight des Abends waren die Weltenkrieger um Bandleader Harald Kunze. Mit ihren Dudelsäcken und Schlagwerken hauchten sie historischen Klängen wieder Leben ein und heizten der Menge ordentlich ein.

Nach einem ereignisreichen Auftakt konnte man am Samstagmorgen, nach den Grußworten des Bürgermeisters Robert Pfann, eine echte Wikingerhochzeit bestaunen. Das Brautpaar, Ina und Simon, gaben sich auch im wahren Leben das Ja-Wort. Die Zeremonie wurde durchgeführt von Uli Peilnsteiner. Der wortgewandte Zeremonienleiter der Nürnberger Bären erklärte, dass in den damaligen Zeiten, in der die Wikinger lebten, nicht allein Mann und Frau, sondern auch deren Sippen sich vereinten. Dies war nicht immer friedlich und ohne Komplikationen, oder gar romantisch. In diesem Falle ging jedoch alles gut, und so verbanden sich symbolisch die beiden Sippen der Nürnberger Bären und der Stormssons Sippe miteinander. Wieder mit im Programm waren die Mitglieder von „Sionas Irish Dance“. Mit ihren rhythmischen Tänzen aus dem fernen Irland begeisterten sie Jung und Alt. Für Kinder gab es neben Speckstein schleifen, Bogen schießen, dem Gaukler Fridericus und einem handbetriebenen Kettenkarussell auch andere Herausforderungen, wie beispielsweise der mittlerweile sehr beliebte Lagerlauf. Anhand von Laufzetteln mussten die teilnehmenden Kinder verschiedene Aufgaben bewältigen oder Fragen beantworten, wobei Punkte erzielt werden konnten. Am Ende wurde ausgezählt und ein Gewinner ermittelt. Die Preise für die ersten drei Plätze stellte die Engelstube aus Schwanstetten zur Verfügung. Betreut wurde der Lagerlauf vom Team des „Cosmic Gates“ Jürgen Fugmann und Marcus Meyer, welche auch die Siegerehrung durchführten. Die restlichen Teilnehmer gingen jedoch nicht leer aus und so wurden sie von einem echten Ritter, Thomas

Freiherr zu Wertingen, des Oberbayerischen Ritterbundes zum Ritter geschlagen. Eigens hierfür erhielten sie, um den Ritterschlag zu bekräftigen, eine Urkunde. Ritter Thomas Freiherr zu Wertingen selbst wurde von drei Oberhäuptern der katholischen Kirche in Polen zum Ritter geschlagen. Der ehrenhafte Ritterbund brachte sich zusätzlich mit einer Versteigerung von Ritterhelmen und Co. ein. Die Erlöse flossen mit in den Spendentopf des Mittelaltermarktes, welcher der offenen Jugendarbeit zu Gute kommt. Am Samstagabend gab es mit den Gossenpoeten, VeraLux und Ignis Fatuu weitere musikalische Leckerbissen. Mit einer eindrucksvollen Feuershow schickte Fritz Mack das Publikum in die Nachtruhe.

Der Sonntag wa ebenfalls geprägt von kultureller Vielfalt. Die „Hausenhofer Drommelpadscher“ brachten afrikanische Trommelkünste auf die Schwanstetter Bühne. Der ehemalige Einödhof „Hausenhof“,von dem die Musiker stammen, ist eine Arbeits- und Lebensgemeinschaft, ins Leben gerufen durch eine Elterninitiative, für Menschen mit Behinderungen. Der Hausenhof war bereits zum dritten Mal auch mit einem eigenen Stand am Mittelaltermarkt vertreten, an denen sich Interessierte über die Gemeinschaft informieren konnten. Auch Schwanstetter Vereine, wie der Imkerverein und der SPD-Ortsverein, beteiligten sich an der Veranstaltung mit eigenen Ständen.

Das Fazit der Veranstalter war mehr als zufriedenstellend. Die einzigartige familiäre Atmosphäre und vor allem das auf Familien ausgelegte Konzept, machen den Markt weit über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt und beliebt. Maßgeblich hierfür war und ist das herausragende Engagement der Lagergruppen und der Mitglieder des eMPORIUMs. Der besondere Dank des Vereins gilt allen Unterstützern des Marktes, die mit ganzem Herzen hinter dem Projekt "Mittelaltermarkt Schwanstetten" stehen. Alle Erlöse des Marktes fließen in die offene Jugendarbeit.

Die Nachbesprechung mit der Gemeinde unter Anwesenheit von Bürgermeister Robert Pfann, Kulturamtsleiterin Frau Weidner, Ordnungsamtsleiter Herrn Nowak, sowie Herrn Fugmann und Herrn Meyer vom Jugendtreff in Schwanstetten verlief überwiegend positiv. Es konnten Unklarheiten beseitigt werden und die Orga erntete viel Lob für die Organisation und den Ablauf der Veranstaltung. Ein weiteres großes Lob kam, ausgerichtet von Herrn Nowak, vom Kreisjugendring Roth. Der Mittelaltermarkt gilt als sehr vorbildlich, was die Umsetzung des Jugendschutzes angeht. Der Vorstand des eMPORIUMS kam natürlich nicht mit leeren Händen und üerreichte den Vertretern einen Scheck in Höhe von 4.295,- €.

Dem 4. Mittelaltermarkt Schwanstetten steht vorerst nichts im Wege!

eMPORIUM Schwanstetten



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